Iris Haist, wissenschaftliche Volontärin

Iris Haist vor Auguste Rodin, Iris, die Götterbotin, 1891, Bronze, Staatsgalerie Stuttgart
Iris Haist vor Auguste Rodin, Iris, die Götterbotin, 1891, Bronze, Staatsgalerie Stuttgart

Mein Name ist Iris Haist und ich arbeite seit Januar dieses Jahres als wissenschaftliche Volontärin an der Staatsgalerie Stuttgart. In unserem Museum ist es üblich, ein Jahr in der Graphischen Sammlung und eines im Bereich Malerei und Skulptur zu absolvieren und dort die gattungsspezifischen Arbeitsweisen zu erlernen. Mein Volontariat beginnt in der Welt des Papieres, meine Objekte sind Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphiken, Photographien und Plakate. Hier lerne ich, wie die oft hauchdünnen Museumsobjekte dokumentiert und in die Datenbank aufgenommen werden, wie man verschiedene Papierarten und Drucktechniken voneinander unterscheidet und vieles mehr.

Als Volontäre unterstützen wir die Abteilung bei ihren täglich anfallenden Aufgaben und beteiligen uns an Ausstellungsprojekten als kuratorische Assistenz, in meinem Fall an der großen Herbstausstellung 2015: „Poesie der Farbe“. Für den dazu erschienenen Katalog durfte ich einen Text über die Künstlergruppe „Die Blaue Vier“ schreiben. Für etwa einen Monat hieß es also abtauchen in ein mir zuvor fremdes Themenfeld, auf den Spuren von Feininger, Kandinsky, Klee und Jawlensky – nach meiner Dissertation über römische Bildhauerei des Spätbarock eine neue, nicht ganz einfache aber durchaus fruchtbare und positive Erfahrung.
Wir gehen dem Magazinverwalter beim Studiendienst zur Hand, der jeden Donnerstag stattfindet. Zu diesem kann jeder Interessierte ohne Anmeldung kommen und sich unsere Graphiken vorlegen lassen. Das ist auch für mich interessant, denn da bekommt man so einiges zu sehen, was man selbst nicht aus dem Regal gezogen hätte. Man lernt Vielseitigkeit kennen und schätzen.

Mit meiner Kollegin Pia Littmann habe ich ein eigenes Ausstellungskonzept für die neu eingerichteten Räumlichkeiten des Hospitalhofes für Sommer 2016 ersonnen. Dieses führt mich thematisch schließlich in die ganz eigene Sphäre der Gegenwartskunst – eine gelungene Abrundung meiner Ausbildung.

Dr. des. Iris Haist, wissenschaftliche Volontärin

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